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Irre Aufholjagd: Spielverein rettet Punkt gegen Voreifel

erstellt von Kian Tabatabaei | | 1. Mannschaft

Als Adrian Schock in der 85. Spielminute das Leder an Schlussmann Pascal Grainer vorbei streichelte, gab es am Alten Sportplatz in Kelz kein Halten mehr. Denn der 26-Jährige erzielte den Treffer zum 4:4-Endstand und krönte damit eine fulminante zweite Halbzeit, in der sein Team einen 0:3-Rückstand aufgeholt und einen Punkt gegen die stark favorisierte Spielgemeinschaft Voreifel gerettet hat.

Unzählige Zuschauer entschieden sich am Sonntagnachmittag bei strahlendem Sonnenschein für die Begegnung der ewigen Gemeinde-Rivalen. Lange deutete nichts darauf hin, dass sie für diese Entscheidung belohnt werden sollten. Schließlich schien die Partie ihren erwarteten Lauf zu nehmen. 

 

Bereits in der siebten Minute erzielte SG-Captain Alexander Goergens das 0:1. Nur 300 Sekunden später verwandelte Valdon Halimi einen äußerst fragwürdigen Strafstoß zum 0:2. Die Mankowski-Elf stand mit dem Rücken zur Wand und konnte von Glück und Torwart Marco Niemeier reden, in der ersten Hälfte nicht höher in Rückstand geraten zu sein. 

 

Mit dem 0:3 durch Doppelpacker Halimi (55.) kurz nach dem Pausentee hatten wohl auch die größten Kelzer Optimisten die Hoffnung verloren. Auf der einen Seite die Spielgemeinschaft, die 16 Punkte mehr sammelte und in die Bezirksliga aufsteigen möchte, auf der anderen Seite der Gastgeber, der um den Verbleib in der Klasse kämpft und auf ganze acht Spieler verzichten musste: Wie sollte die Partie da noch eine Wendung nehmen?

 

Die Kelzer gaben sich aber noch nicht geschlagen und kamen durch einen Doppelschlag von Marc Müller (60., 62.) tatsächlich noch einmal heran. Es folgten spannende zehn Minuten, ehe das Spiel dann noch einmal vermeintlich entschieden wurde. Sven Bernards, der in der vergangenen Runde noch für die Schwarz-Weißen auf Torejagd ging, netzte aus wenigen Metern zum 2:4 ein (72.). 

 

Das Finale furioso leitete Referee Mario Hontheim aus Niederau mit einem erneut zweifelhaften Elfmeterpfiff, den Kian Tabatabai zum 3:4 nutzen konnte, ein (77.) - das Feuer war wieder entfacht. In der 85. dann der Schock-Moment, der in Kelz sogar einen Vornamen hat. Nach einem feinen Pass von Gino Neidel ließ der besagte Matchwinner und Atemräuber Keeper Grainer keine Chance und alle Dämme brechen. 

 

Am Ende stand ein Unentschieden, das sich für die einen wie eine Niederlage, für die anderen wie ein Sieg anfühlte. Die Mannschaft von Trainer Guido Hau sollte am Donnerstag in Merzenich drei Punkte einfahren, wenn sie den Anschluss an die Spitzengruppe nicht verlieren will. Kelz darf - ebenfalls am Donnerstag - nach den zwei gewonnenen Remis gegen Vossenack und Voreifel selbstbewusst nach Rurdorf reisen. 

 

 

 

 

 

 

 

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Foto: Willi Schönen